Venezianische Masken nicht nur zum Karneval

Auch wenn der Karneval in Venedig schon seit Jahrhunderten eine große Faszination auf die Besucher ausübt, wurden die venezianischen Masken in Venedig auch außerhalb der Karnevalssaison getragen. So war es zum Beispiel in der Zeit vor Pfingsten bis Mitte Juni und vom 5. Oktober bis zum 16. Dezember in Venedig erlaubt, dass man sich mit Masken in der Öffentlichkeit zeigte. So trug man zu allen wichtigen Ereignissen wie Bankette oder andere Feierlichkeiten der Serenissima eine venezianische Maske und einen Umhang. Natürlich haben sich auch die Glücksspieler zum Schutz vor Gläubigern und verarmte Adlige mit einer Maske vor den Blicken in der Öffentlichkeit geschützt. Zu festgelegten Zeiten trugen außerhalb des Karnevals in Venedig sowohl Männer als auch Frauen eine Bautta. Dabei handelte es sich um einen schwarzen Umhang mit einer vorne geöffneten Kapuze. Über der Kapuze trug man eine schwarze oder weiße Maske, die das Gesicht bis zum Mund bedeckte. Eine beliebte Karnevalsmaske für Frauen ist die Moretta. Diese Maske bestand ursprünglich aus schwarzem Samt und wurde mit dem Mund gehalten. Während Frauen die Masken trugen, konnten sie aus diesem Grund auch nicht sprechen.

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