„Eccomi!“ Der wahre Ursprung des Harlekin

Die Figur des Harlekin kennt jeder! Sein schwarz-weiß geschminktes Gesicht, sein oftmals trauriger Blick und seine sentimentale Ausstrahlung sind auf der ganzen Welt der Inbegriff einer besonderen Clownerie. Doch wo kommt der Harlekin eigentlich wirklich her? Und ist er tatsächlich so sanft und verletzlich, wie er uns weismachen will? Wir haben uns auf Spurensuche begeben und sind bei der Familie der Halloweens gelandet – wo denn auch sonst! Unsere Fragen beantwortet Siggi, der jüngste Spross der skurrilen Gemeinschaft. Und, Siggi?

 

Nun….eigentlich fällt es mir nicht leicht, über diese Angelegenheit zu sprechen, doch vielleicht muss es endlich einmal sein. Der Harlekin entstand in einer Zeit, in der es in meiner Familie viele Probleme gab. Ich meine jetzt nicht das Übliche, die Verfolgung durch irgendwelche Pfarrer, die Klageschriften der Gespenstergewerkschaft oder dass Tony sich ungefragt die High Heels von Margo ausleiht…es waren echte Probleme. Es gab Streit zwischen meinen Eltern, der ziemlich eskalierte und am Ende den Harlekin hervorbrachte.

Wie der Harlekin entstand

Haben sich eure Eltern schon einmal gestritten und dabei vielleicht mit einem Teller oder einer Vase geworfen, wie man es häufig in Filmen sieht? Dann habt ihr vielleicht eine Ahnung davon, wie es aussieht, wenn zwei Götter sich gegenseitig die Leviten lesen. Hier flogen brennende Miniplaneten durch die Räume und hinterließen schwarze Löcher, durch die meine Spielsachen dann (ich war rund achthundert Jahre alt und liebte meine Spielsachen) verschwanden.

Eines Tages reichte es mir. Ich bin eigentlich ein sehr sensibler Typ und konnte dem Druck nicht mehr standhalten. Zudem war ich stink-sauer, weil meine Eltern sich so unmöglich verhielten. Also spaltete ich einen Teil meiner Persönlichkeit ab, um meinen Platz in der Familie einzunehmen, und verschwand für eine lange Zeit im Keller. Zurück blieb – der Harlekin. Ein Geschöpf, das ideal mit den veränderten Bedingungen in unserer Familie umgehen konnte.

Der Charakter des HarlekinHarlekin

Der Harlekin (der natürlich auch weiblich sein kann) kommt mit allen Situationen gut zurecht. Er ruft: „Eccomi!“, was so viel heißt wie: Hier bin ich! und sein Wesen perfekt charakterisiert. Er ist flink, wendig und ebenso schnell verschwunden, wie er aufgetaucht ist. Das hilft, ihm, geworfenen Dingen schnell auszuweichen. Er wirkt lustig und „schelmisch“, doch er ist auch ein Possenreißer mit dämonischen Zügen. Wenn das Geschrei also zu groß wird, kann er regulierend eingreifen. Er ist ein Wanderer zwischen den Welten und vereint die Gegensätze in sich – schwarz und weiß, friedliebend und kriegerisch, Klugheit und Narretei.

Ich weiß nicht, ob es mein Harlekin war, der den Frieden wieder in unsere Familie brachte – vielleicht waren Tony und Margo vom Streiten auch einfach nur müde. Ich habe den Harlekin jedenfalls für alle Fälle behalten und kann euch empfehlen:

Ist ein Problem zu seh´n,

hol rasch den Harlekin.

Das geht sogar ziemlich einfach. Ihr braucht ein Kostüm, das passende Make-up (Pinsel und Schwamm nicht vergessen), und schon kommt er heraus!

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Ela

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