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Grün, grün, grün sind alle meine Kleider – singt der irische Kobold „Leprechaun“

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider – singt der irische Kobold „Leprechaun“

Vor kurzem hatte er „seinen“ Feiertag, der grüne Geselle. Er soll einen Schatz bewachen, der wahrscheinlich aus Gold ist, und über große magische Kräfte verfügen, so berichtet man sich in Irland seit vielen Hundert Jahren. Doch was es wirklich mit diesem Gesellen auf sich? Wird sich die Antwort wie so oft in der Familiengeschichte der Halloweens finden? Wir haben nachgeforscht und Tony hat uns Rede und Antwort zum „Irischen Kobold“ gestanden.

 

St. Patrick’s Day, dass ich nicht lache, ich könnte jedes Mal ganz rot vor Wut werden, dass der Leprechaun einen eigenen Feiertag abgestaubt hat und die Leute soger in bekloppten, grünen Kobold Kostümen rumlaufen. Ihr wollt wissen, wer er wirklich ist? Mir reicht’s, darum werde ich jetzt sprechen.

Die Geschichte des Leprechaun geht auf einen alten Bruderzwist zurück

Ihr wisst ja schon, dass meine Familie und ich zuerst auf diesem Planeten waren, der unbewohnt und wunderschön war. Das ich auch einen Bruder dabei hatte, habe ich euch bisher verschwiegen – weil mich dieser Kerl einfach immer so wütend macht! Unser großer Zwist ist auch im Märchenbuch der Christen aufgeschrieben, gleich ganz vorne. Man hat uns die Codenamen Kain und Abel gegeben, dabei waren wir Antonello und Leprechauno. Jeder, der uns kennt, hat uns in dieser Geschichte erkannt, denn es gab andauernden Streit, Eifersucht und ziemlich viel Gewalt. Lepri wollte immer das Gegenteil von dem machen, was ich vorschlug, denn als jüngerer Bruder hatte er ständig das Gefühl, sich beweisen zu müssen. Zudem war er ziemlich kurz geraten, er reichte mir gerade bis zum Hosenbund. Und ja, ich habe ihm öfter ein paar Backpfeifen verpasst, denn er war frech wie ein Rohrspatz.

Wie der „Irische Kobold“ seine grüne Farbe bekam

Eines Tages klaute mir der diebische Kerl den Verlobungsring, den ich aus den schönsten Diamanten, Rubinen und Saphiren für meine Angebetete hatte anfertigen lassen. Ich hatte diesen Ring mit einem Zauber für die ewige Liebe und Hingabe belegt, der durch die Berührung mit seinen dicken kleinen Fingern natürlich aufgehoben wurde. Mann, war ich sauer! Ich stürzte mich auf ihn, die Hände an seiner Kehle, und würgte ihn. Nur ein wenig, doch es war eine reine Freude zu sehen, wie seine Augäpfel anschwollen und seine verlogene häßliche Zunge zwischen seinen Lippen hervorschnellte.

Leider freute ich mich zu früh, denn gleich darauf schlangen sich seine Hände wie Schraubstöcke um meinen Hals. Ich wurde knallrot im Gesicht, wie jeder vernünftige Gott, der etwas auf sich hält,  ließ aber meinerseits seinen Hals nicht los. Tja, und da mein besserwisserischer Bruder alles unbedingt anders machen musste als ich, wurde er eben grün und bildete sich auch noch etwas darauf ein.

Ein Feiertag für einen Dieb?

Beinahe würgten wir uns zu Tode (diesbezüglich haben die Autoren bei der Adaption unserer Geschichte etwas übertrieben), doch Mama Othilie ging dazwischen und trennte uns mit einem Kessel voller Kräutersud wie zwei räudige Hunde. Die Standpauke, die wir bekamen, hatte sich gewaschen, und sie beschloss, uns für immer zu trennen. Lepri wurde in den kühlen Norden verbannt, ich in den heißen Süden, der mit meiner neuen Gesichtsfarbe perfekt harmonierte. Diese ist nämlich leider nicht mehr verschwunden.

Tja, und wisst ihr jetzt auch, welchen Schatz der diebische Kerl immer noch bewacht? Oh, ich könnte ihn heute noch …

 

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